[Rezension] Panthersommernächte von Bettina Belitz

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Manchmal braucht man ein bisschen Magie, um zu sich selbst zu finden und zur ersten großen Liebe. Und niemand erzählt das auf so poetische und humorvolle Weise wie Splitterherz-Autorin Bettina Belitz. Mit Panthersommernächte legt die Bestsellerautorin einen fantastischen Jugendroman vor, der in Ton und Stimmung an ihre beliebte Luzie & Leander-Reihe anknüpft.

Unter Ninas Bett liegt ein schwarzer Panther. Eine lebendige, wilde Raubkatze, die urplötzlich in der Kleinstadt aufgetaucht ist und die Bürger in Angst und Schrecken versetzt. Während draußen schon der Schützenverein zur Jagd auf „die Bestie“ bläst, ist es Nina gelungen, Kontakt zu dem Tier aufzunehmen. Sie spürt den geheimnisvollen Zauber des Panthers, der sich sogar von ihr berühren lässt. Aber ein Panther ist kein Schmusekätzchen. Er braucht Freiheit und vor allem täglich jede Menge frisches Futter. Hilfe bekommt Nina von ihrem Klassenkameraden Lionel. Ausgerechnet, denn Lionels Vater ist der Anführer der Panther-Jagdgesellschaft.


Das Cover gefällt mir sehr gut, da es sehr verspielt ist und die Farben sehr schön miteinander harmonieren. Da es ein Buch ab 12 Jahren ist spricht es so auf jeden Fall das jüngere Publikum an. 


Die vierzehnjährige Nina ist ein taffes und selbstbewusstes Mädchen, das ihr Leben vollkommen im Griff hat. Sie ist Vertrauensschüler, Chefredakteurin der Schülerzeitung und Eiskunstläuferin. Alles ist perfekt bis ihr ein Fauxpas bei einem ihrer Zeitungsartikeln passiert. Von der einen Sekunde auf die andere steht ihr Leben auf dem Kopf. Ihre Freunde wenden sich gegen sie und plötzlich taucht ein Panther in ihrer Heimatstadt Bornhausen aus dem Nichts auf. Die Bewohner fürchten sich vor diesem majestätischen und geheimnisvollen Tier - nur Nina nicht, sie findet ihn faszinierend und anziehend. Zwischen den beiden entsteht ein sanftes Band, dass man mit Worten nicht beschreiben kann. Nach einem unschönem Vorfall wird eine Hetzjagd gegen das Raubtier organisiert. Mit Hilfe von Lionel, dem Sohn des Jagdführers, versucht Nina ihren Panther vor dem Tod zu bewahren. 


Dieses Buch habe ich wirklich genossen. Endlich konnte ich wieder etwas neues von der Autorin Bettina Belitz lesen. Es handelt sich hier um einen Jugendroman ab 12 Jahren mit der ersten Liebe - eine besonders zarte Liebe. Ich bin ein riesen Belitz-Fan und wurde wie immer nicht enttäuscht. Der typische Belitz-Humor hat mich einige Lachtränen gekostet und jede Begegnung mit dem Panther war wie ein Tanz auf dünnem Eis (passt doch perfekt!). Es war magisch, berauschend und gefährlich zugleich. Solche Raubtiere sind unberechenbar, aber vor Spirit konnte ich mich einfach nicht fürchten. Das magische Band zwischen den beiden konnte ich regelrecht fühlen und ich habe mir oft gewünscht an Ninas Stelle zu sein. Nina ist ein aufgewecktes Mädchen, dass einen strukturierten Lebensweg eingeschlagen hat. Viele ihrer Gedankengänge konnte ich gut nachvollziehen und einige ganz und gar nicht, aber ich denke das liegt am Altersunterschied. Als Erwachsener denkt man ja doch anders. Lionel ist der Sohn von Schröter, dieser ist der Inhaber von Schröters Würstchenimperium - eine riesige Fleischerei. Er ist eher der Außenseiter und zu Beginn unsympathisch, aber im Laufe der Geschichte wächst er einem ans Herz. Was mir sehr gut gefallen hat, ist dass sich Bettina Belitz selber ins Buch eingebracht hat. Die Mutter von Nina ist für mich 100% Belitz. ;) Für mich als Vegetarierin sind aber einige Stellen mit dem Würstchenimperium zuwider, aber das ist leider die traurige Wahrheit der man sich wohl oder übel stellen muss. Spirit konnte ich mir dank der wundervollen Beschreibungen im Buch perfekt vorstellen. Wie gerne wäre ich so ein wundervolles Tier - frei und wild zu sein ist doch wunderbar. Die Liebesgeschichte bahnt sich ganz langsam zum Ende hin an, also sollte man nicht zu viel erwarten. Mir persönlich hat es gereicht, da mir die Geschichte um Nina und Spirit wichtiger war. Der Schreibstil ist flüssig und lässt sich ohne Schwierigkeiten lesen. 


Jeder der sich von faszinierenden Raubkatzen, einer zarten ersten Liebe und viel Humor verzaubern lassen möchte ist bei Panthersommernächte richtig. Ihr solltet euch aber auch ein paar Taschentücher bereitstellen, es gab ein paar Szenen bei denen ich wie ein kleines Baby geweint habe ;). Leider kam mir die Spannung etwas zu kurz (deshalb ein halbe Krone Abzug), aber Bücher die mich zum weinen und lachen bringen vergesse ich nie wieder und dieses gehört auf jeden Fall dazu. Von mir gibt es deshalb 4,5 von 5 Kronen. 



[Quelle: Loewe Verlag]

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